70 Jahre Deutsche Olympische Gesellschaft

Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) feiert 2021 ihr 70-jähriges Bestehen. Seit 1951 transportiert die DOG die integrativen Werte des Sports in die deutsche Gesellschaft. Werte wie Toleranz, Fairness, Respekt, Leistung und Völkerverständigung prägen die Arbeit der Deutschen Olympischen Gesellschaft über die letzten 7 Jahrzehnte hinweg. 

Die verbandseigene Zeitschrift OLYMISCHES FEUER, ebenfalls 1951 gegründet, berichtet seitdem über die aktuellen Themen des Sportgeschehens und beleuchtet kritisch dessen Hintergrundthemen. 2020 stellte das OLYMPISCHE FEUER die Weichen in die digitale Zukunft, in einem neuen Online-Format, um sich einem größeren Leserkreis zu öffnen.

Am 05. Januar 1951 wurde die DOG im Frankfurter Senckenberg-Museum gegründet. Dr. Georg von Opel wurde von der Versammlung einstimmig zum ersten Präsidenten der Deutschen Olympischen Gesellschaft gewählt. Die damals gegründete Fördergesellschaft hatte sich das Ziel gesetzt, in der wirtschaftlich schwierigen Zeit der beginnenden 1950er Jahre binnen kürzester Zeit Gelder zu sammeln und Mitglieder zu gewinnen, damit Deutschland nach 16-jähriger Abstinenz an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und Oslo teilnehmen konnte. 

Der Erfolgsweg der Deutschen Olympischen Gesellschaft nahm seinen Lauf. In den ersten 20 Jahren nach der Gründung stellte die DOG dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) der Bundesrepublik Deutschland mehr als 3,5 Millionen Mark zur Förderung der Olympiamannschaften zur Verfügung.

Mit der Entwicklung des Goldenen Plans setzte die DOG 1959 einen weiteren Meilenstein in Ihrer Geschichte. Die „Richtlinien für die Schaffung von Erholungs-, Spiel- und Sportanlagen in den Gemeinden mit 5.000 und mehr Einwohnern“ wurden entwickelt. Diese Richtlinien wurden dem Bestand an Übungsstätten für den Sport gegenüber gestellt und somit der Fehlbestand in der ganzen Republik ermittelt. Ein 6,3 Milliarden Mark großer öffentlicher Investitionsbedarf wurde berechnet. Die DOG selbst beteiligte sich mit 4,5 Millionen Mark. Nach 15 Jahren konnte der Plan fast zu 100 Prozent erfüllt werden.

Ein weiterer Höhepunkt: Mit der Gründung der Fair Play-Initiative des deutschen Sports und ihrem Leitsatz „Fair geht vor“ im Jahr 1986 entwickelte der damalige DOG-Präsident Willi Daume eine öffentlichkeitswirksame Aktion, die bis heute Bestand hat. Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker war Schirmherr der Fair Play-Initiative.

2009 initiierte die Deutsche Olympische Gesellschaft als Schirmherr die Kita Spiele, an denen in den vergangenen Jahren viele Tausende Kindergartenkinder teilgenommen haben und die in mehreren Fußballstadien bundesweit veranstaltet wurde. Im Fokus der Veranstaltungen steht die Bewegungsförderung von Kleinkindern.

„Mit einem gewissen Stolz können wir auf die 70-jährige Geschichte der DOG und das in diesen Jahrzehnten Erreichte zurückblicken. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch der Blick nach vorne. Wir wollen die traditionellen Werte des Sports lebendig gestalten und mit modernen, nachhaltigen Projekten wie den Kita Spielen in die Zukunft transportieren“, so DOG-Präsident Peter von Löbbecke.

Gründungstag der Deutschen Olympischen Gesellschaft am 05. Januar 1951,
(v. links n. rechts) Professor Dr. Carl Diem, Dr. Georg von Opel,
S.K.H. Adolf Friedrich Herzog von Mecklenburg, Dr. Karl Ritter von Halt