Die Deutsche Olympische Gesellschaft trauert um Volker Bernardi

Mit großer Trauer hat die DOG vom Tod ihres ehemaligen Präsidiumsmitglieds Volker Bernardi im Alter von 56 Jahren erfahren. Von 1997 bis 2000 gehörte er dem DOG-Präsidium als Vorsitzender des DOG-Jugendausschusses an.

Der Sportjurist und ehemalige Sportkoordinator im Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes hat als Landesvorsitzender der Deutschen Olympischen Gesellschaft Landesgruppe Saarland zahlreiche DOG-Veranstaltungen organisiert und an DOG-Versammlungen teilgenommen. Als Mitautor und Herausgeber hat er die Historie des Saarlandes bei Olympia untersucht und 2002 eine große Ausstellung zur Sportgeschichte des Saarlandes bei Olympia in Saarbrücken organisiert. Er absolvierte den MEMOS Mastergrad in Sportmanagement und wurde 2001 zum Saarlandbotschafter ernannt. 

Volker Bernardi widmete sein Leben dem Sport und war mit Leidenschaft und Integrität in vielen Funktionen in der internationalen Sportgemeinschaft tätig. Über mehr als 20 Jahre arbeitete er als leitender internationaler Sportadministrator und Berater. Nach seiner Tätigkeit für das Innen- und Sportministeriums des Saarlandes war er von Juli 2000 bis 2011 Administrativer Direktor des Internationalen Kanuverbandes (ICF) in Madrid. Seit 2011 war er Geschäftsführer der World Flying Disc Federation. 

Als Mitglied des Exekutivkomitees der International World Games Association, hat Volker Bernardi die Entwicklung der World Games nachhaltig geprägt. Seine Arbeit als Sportfunktionär und Verfechter der Integrität im Sport wurde von Kollegen und Freunden auf der ganzen Welt anerkannt und geschätzt. Er hatte geplant, an den vor wenigen Tagen in Chengdu zu Ende gegangenen World Games 2025 teilzunehmen, konnte dies jedoch letztendlich nicht realisieren.

DOG-Präsident Gregor von Opel würdigte die Verdienste von Volker Bernardi: 

„Volker Bernardi war mir über drei Jahrzehnte ein lieber Freund. Wir haben uns in unserer ersten Zeit im Präsidium der Deutschen Olympischen Gesellschaft kennengelernt – als junge Idealisten, die viele Sitzungen Seite an Seite bestritten haben. Neben der konstruktiven Arbeit für den Sport haben wir dabei auch viele fröhliche und gesellige Stunden miteinander verbracht.

Volker zeichnete sich für mich immer durch seine liebenswerte und hilfsbereite Art aus. Auch in seinen nicht immer einfachen gesundheitlichen Zeiten hat er seine Herzlichkeit, sein Interesse und seine Zuneigung für die Menschen, den Sport und insbesondere die DOG nie verloren.

Ich bin dankbar, ihn gekannt und seine Freundschaft erfahren zu haben. Er war mir in vielen Fragen des Sports stets ein verlässlicher Ratgeber und eine große Hilfe. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, für die sein viel zu früher Tod ein schwerer Schicksalsschlag ist. Gott möge ihn selig haben.“

Volker Bernardi, 2024